Kaufempfehlung der Woche

Es war die Kombination aus meiner unendlichen Begeisterung für technischen Schnickschnack, einem Hauch Bequemlichkeit und meiner Vorliebe für frischgepressten Orangensaft, die mich Anfang der Woche dazu getrieben hat, beim Online-Kistenschieber meines Vertrauens – Amazon – Neunundzwanzigeuroachtundneunzig in eine elektrische Zitruspresse zu investieren. 100 Watt, Edelstahloptik, spülmaschinenfest. Ein wahres Männerspielzeug also.
Anfangs noch etwas skeptisch, ob jenes Produkt ostasiatischer Spitzenfertigungstechnologie meinen hohen Ansprüchen an Komfort und vor allem perfekten Orangensaft genügen würde, kann ich mittlerweile voller Begeisterung sagen: ja, es kann.
Wo ich sonst immer gerne mal für ein Glas Orangensaft mühsamst händisch in aufwendigster Kleinarbeit mehrere Orangen durch eine Handpresse nudeln musste, die den Namen “Presse” ob ihrer simplen Konstruktion – ein “Stößel” zum aufspießen der Frucht mit einem Auffangbehälter darunter, beides aus Plastik – nicht mal verdient hatte, reichen nun wenigen Handgriffe aus, um an den Saft der Orange oder wahlweise auch Grapefruit zu kommen. Glas unter den Hahn stellen, Orange halbieren, eine Hälfte nach der anderen jeweils 10-20 Sekunden oben auf die Maschine drücken, fertig. Danach den gröbsten Schmodder rauskratzen, die Einzelteile in die Spülmaschine packen und keinen weiteren Gedanken daran verschwenden. Einfach rundum genau so, wie es sein soll – ich bin wirklich begeistert. Wer also meine eingangs genannten Beweggründen für den Kauf dieses Gerätes auch nur in Ansätzen teilen kann, dem kann ich diese Investition nur wärmstens empfehlen.

Abschließend noch ein kleiner Tipp, man muss ja keinen Fehler machen, den schon ein anderer – in diesem Fall ich – bereits übernommen hat: Grapefruits können äußerlich völlig makellos wirken, sobald ihre Haptik nicht mehr der gewohnten Grapefruithaptik entspricht, sie sich also matschig anfühlen, lasst es einfach sein und werft sie weg. Die Dinger faulen im Zweifelsfall unbemerkt von Innen heraus und das Zeug dann nachher aus der Saftpresse kratzen zu müssen, weil man selbstverständlich erst während des Auspressens bemerkt hat, dass der Saft urplötzlich seine Farbe geändert hat, ist eine wirklich hässliche Angelegenheit. Das aber nur so am Rande.

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