Wofür LHC steht? Large Hadron Collider. Was das ist? Der weltgrößte und stärkste Teilchenbeschleuniger. Was man damit anstellen kann? Kleine schwarze Löcher selbst machen. Oder so. Jedenfalls das is auch der Punkt, der eine Gruppe von Menschen auf den Plan ruft, die oben genanntes Gerät dann doch nicht mehr ganz so toll finden: kleine schwarze Löcher werden ihrer Theorie nach nämlich zu großen schwarzen Löchern, welche dann wiederum unsere Welt verschlingen und dann – baaam! – wars das. Oder so ähnlich. (Die Quelle meines hier so eben präsentierten Halbwissens sowie etwas gehaltvollere Informationen zum Thema finden sich übrigens in diesem Artikel, aus dem auch das Zitat stammt, welches als Titel dieses Eintrags herhalten musste)
Nun frage ich mich jedoch, ob ich denn der einzige bin, der in diesem Zusammenhang an die erste Fahrt des Adlers denken muss…? Damals hatten die Leute auch Angst, die… extreme Beschleunigung einer Dampflock könnte unabsehbare Folgen für die Gesundheit der Passagiere haben. Nun, hat sich jetzt nicht so ganz bewahrheitet – die Passagiere haben’s überlebt, die Dampflocks wurden weiterentickelt, heute brauchen wir nur noch ein paar Stunden mit dem ICE von München nach Hamburg. War also wohl so unterm dem Strich nicht verkehrt, die Warnungen in den Wind zu schlagen und es einfach mal darauf ankommen zu lassen. Aber gut, Dampflocks haben zugegebener Maßen mit schwarzen Löchern jetzt nicht soo viel gemeinsam – evtl. sollte man das kommende Wochenende sicherheitshalber doch einfach noch mal so richtig genießen, bevor am 10. September der LHC angeworfen und damit der Anfang vom Ende eingeläutet wird…

2. September, 2008, 17:59 Uhr
Mhm … alter Äpfel-mit Birnen-Vergleicher!
Ich wies in einem meiner Beiträge vorfern ja auch schon mal auf die Gefahr eines solchen Teilchenbeschleunigers hin, die in der Tat um einiges höher einzuschätzen ist als eine Lokomotive, die bei ganz viel Pech maximal aus den Gleisen hupfen kann … . Die Unwägbarkeit bei diesem Teilchendingsda liegt eben darin, dass man hier etwas erzeugt, was man nicht kennt. Ein schwarzes Loch ernährt sich von Materie, das Behältnis, in dem das Loch erzeugt wird, IST aus Materie … was also wird das Schwarze Loch tun? Lieb gucken und warten, weil wir doch forschen wollen? Oder doch eher das, was in seiner Natur liegt, nämlich die Materie um es herum einsaugen, also Behälter, Laboratorium, Stadt, Welt, Universum …? … Meine Meinung ist, dass man bei aller Forschung seine Grenzen kennen sollte, aber das wiederum ist seit der Erfindung der Atombombe wirklich reine Utopie!
4. September, 2008, 01:58 Uhr
Der LHC ist nicht der weltgrößte Teilchenbeschleuniger, sonder das weltgrößte _etwas_, das jemals gebaut wurde.
Atemberaubende Fotos davon gibt’s hier: http://www.boston.com/bigpicture/2008/08/the_large_hadron_collider.html
4. September, 2008, 11:50 Uhr
Vielen Dank für den Link – wirklich beeindruckend!
Und, selbstgemachter Weltuntergang… so hätten wir das Ganze immerhin selbst in der Hand und wären schlussendlich auch selbst schuld, hat doch auch was.