Krieg der Welten

Anhand des letzten Eintrags lässt sich ja eventuell schon meine gestrige Abendgestaltung erahnen. Der heutige Tag war dann dementsprechend der Reanimation vorbehalten und wurde doch etwas… nun, ruhiger gestaltet. Mit anderen Worten: so ein richtiger Gammelsonntag. Und wie es sich für so einen Gammelsonntag gehört, gabs dann gerade eben noch sonntagabendliches Fernsehgammeln mit “Krieg der Welten“. Schon ganz schöne Effekte, ja, aber die Geschichte dahinter…?! Irgendwelche Aliens haben – wann und auf welchem Weg auch immer, ich hab teilweise umgeschalten – riesige dreibeinige Ungetüme irgendwo im Erdinneren vergraben, kommen nun mal eben auf einen Sprung vorbei, graben ihre Stelzenläufer aus, pulverisieren die Menschen mit regenbogenfarbenen Laserstrahlen, sind blöderweise so gut wie unbesiegbar, geben dann aber dankbarerweise einfach von einem Moment auf den anderen den Löffel ab, weil ihnen die Abwehrkräfte gegen auf der Erde heimische Bakterien und Viren fehlen – und irgendwo dazwischen wuselt Tom Cruise herum. Nur der Vollständigkeit halber: Die Aliens sind ganz furchtbar weit entwickelt und den Menschen haushoch überlegen, das ganze Unternehmen war scheinbar ewig geplant – siehe vergrabene Fortbewegungsmittel – und dann krepieren sie an irgendwelchen banalen Grippeviren…? Ich kann mich wirklich nicht erinnern, jemals schon etwas derart hirnrissiges gesehen zu haben! Sollte da jedoch eine unglaublich tiefsinnge Aussage dahinter stecken, die mir leider irgendwie verwehrt geblieben ist, so möge man mich an der Hand nehmen und aus meinem Tal der Ahnungslosen führen.

Und was mich noch interessieren würde, falls irgendwer heute Abend ebenfalls Krieg der Welten auf Pro7 gesehen hat: diese extremen Schwankungen der Lautstärke – festgestellt auf zwei verschiedenen Fernsehern samt zugehörigen Receivern, mittlerweile digital – waren keine Folgeschäden des gestrigen Alkoholmissbrauchs und nur Produkt meiner Phantasie sondern wirklich vorhanden, oder…?

5 Kommentare

  1. 1Maddin
    25. Februar, 2008, 18:54 Uhr

    Also ich kann mich an sowas hirnrissiges errinnern, nämlich an das Original von vor zig Jahrzehnten. Selbe Story, kein Tom Cruise und die Tricktechnik war natürlich grottenschlecht *g* Nun liese sich noch erörtern, ob Independence Day (gleiche Romanvorlage) intelligenter war mit dem Computervirus :-D

    Ich mag jedenfalls alle drei Filme :-)

  2. 2M-DieSign
    25. Februar, 2008, 22:40 Uhr

    Ja die Schwankungen waren definitiv vorhanen und nicht nur Ausgeburten deiner Fantasie ;) Ich musste die Lautstärke teilweise 4mal so hoch wie normal stellen um wenigstens ansatzweise was von den Dialogen mitzubekommen und wurde dann im nächsten Moment von den Soundeffekten zugedröhnt …

  3. 3DieMeiseWasabi
    26. Februar, 2008, 05:37 Uhr

    Ich mag Maddin! Darüber hinaus könnte man auch einfach die Romanvorlage von H.G. Wells bemühen – ein Klassiker der Fantasy-ScienceFiction-Literatur. Und ich denke, genau hier liegt das Problem: wenn man sich mit Fantasy einlässt, muss man genau die auch zulassen. Täte man es nicht, wäre allein nach alter Kirchgänger-Mentalität die reine Existenz von Aliens ja schon ausgeschlossen.
    Und dann: wehret den Anfängen! So weit ist es mit der Anti-Cruise-Propaganda also schon gekommen, dass ein wirklich guter Film nicht mehr als solcher wahr genommen wird.

    Das mit den Tonschwankungen liegt meinen sporadischen Beobachtungen nach schlicht am schlecht herübergeretteten DolbySurround-Ton – ich hab das Phänomen selbst bei originalen DVDs – zuviel Bumms auf allen Satelliten, die Dialoge nur auf dem Center, der schon auf Anschlag läuft, aber immer noch zu leise kommt. Da gibts eben so’ne und so’ne … .

  4. 4DieMeiseWasabi
    26. Februar, 2008, 05:49 Uhr

    Achja, und die Aussage – versuch’s doch mal damit:
    prinzipiell gehören wir ausgerottet. Jedem halbwegs intellektuellem Schreiberling rinnt der Speichel nur so von den Lefzen beim bloßen Gedanken daran. Übermächtige Rasse, alles platt machen hier, seht was von eurer mies-müffelnden Welt aus Winterschlußverkauf und Dosenravioli am Ende übrig bleibt. Nix! Und trotzdem – das Quentchen Hoffnung. Vielleicht bedürfte es nur einer riesigen Katastrophe, damit wir es am Ende mit einem neuen Anfang besser machen. Ein Lichtstrahl am Horizont. Ein dramaturgisch gerne bemühter Kniff, wie das Androhen einer Ohrfeige, seit der Bibel und der Sache mit Noah im Einsatz, lutscht sich nicht ab. Mach’ das noch einmal, und ich sag’s meinem grossen Bruder, und der spuckt in dein Haus!

  5. 5Benni
    27. Februar, 2008, 00:11 Uhr

    Schön und gut, dass die Menschheit ausgerottet gehört – aber lässt sich das nicht auch mit etwas weniger unfreiwilliger Komik rüberbringen…? Regenbogenfarbene Laserstrahlen, maschinelles Blutsaugen und dann ein derart hanebücheneres Ende…? Na, ich weiß ja nicht. Vielleicht ist da aber auch die Bodenhaftung meinerseits schlicht doch noch ein klein wenig zu groß… ;)

    Dass die Sache mit dem Ton kein Hirngespinst meinerseits war, beruhigt mich zu hören. Meine Theorie war ebenfalls, dass da bei der Dolby-Surround-Konvertierung das eine oder andere Detail auf der Strecke geblieben ist… blöd, sowas.

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